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Ilmenau Radtour zur Ilmenau-Rundfahrt 30 km

Sie starten beim Rathaus der Samtgemeinde Am Diemel in Melbeck, folgen dieser Straße wenige Meter gen Norden und fahren auf dem Radweg parallel zur Kreisstraße nach Embsen. Beim Bahnhof Melbeck/Embsen überqueren Sie die Schienen, um dann sofort links in die Straße Am Bahndamm einzubiegen. Am Ende dieses Weges fahren Sie rechts ab und kommen nach Embsen. Vom Koppelweg biegen Sie rechts in den Schulweg ein, durchfahren den Kreisel in nördliche Richtung nach Lüneburg/Rettmer.

Kurz nach der Unterführung der Bundesstraße 209 biegen Sie im spitzen Winkel nach links in Richtung Oerzen. Sie sehen nach etwa 400 m rechts im Hochwald 90 Schritte von der Straße entfernt kurz vor dem Hasenburger Mühlenbach einen mannshohen Grenzstein mit eingemeißelten Jahreszahlen 1703+1732+1762+1791+1820 sowie das Lüneburger Stadtzeichen.

Anschließend durchfahren Sie Oerzen in Richtung Friedhof/Neu-Oerzen und kommen auf der Straße Zum Hasel zur Bundesstraße 209. Diese überqueren Sie mit großer Vorsicht und fahren in die Straße Am Timeloh. Diese Straße verlassen Sie hinter den ersten Häusern nach links und kommen auf einem Waldweg nach Embsen zum Oerzer Weg und weiter in die Ringstraße. Ein Besuch der alten St. Katharinen Kirche mit Glockenstuhl lohnt sich.

Wahrscheinlich wurde die Embser Kirche 1280 von dem Burgmann Manecke von Estorff und seiner Ehefrau Adelheid von Bülow gegründet. Einer Eintragung des Lagerbuches von 1868 entsprechend, soll demnach der Sohn des Ehepaares in Italien ums Leben gekommen sein. Zu seinem Seelenheil wurde von den Eltern die Kirche zu Ehren der Heiligen Katharina gestiftet. Sie war eine Königstochter aus Zypern. Um 300 n. Chr. wurde sie in Ägypten vom Kaiser um ihres christlichen Glaubens willen entsetzlich gefoltert und schließlich enthauptet. Sie hatte sich nicht nur mutig zu Gott bekannt, sondern sie hat auch über ihren Glauben nachgedacht. 50 heidnische Philosophen sollten im Auftrage des Kaisers mit ihr diskutieren. Doch sie konnten den Argumenten der gelehrten Katharina nicht widerstehen, sondern bekehrten sich alle zum christlichen Glauben, wie die Legende erzählt. Auch sie wurden darum vom Kaiser hingerichtet.

Das Kirchenschiff war zuerst ein Fachwerkbau, der aber schon nach 100 Jahren wegen Baufälligkeit abgerissen und durch eine Steinkirche ersetzt wurde. Von der Inneneinrichtung sind heute nur noch die beiden großen Altarleuchter und ein Teil des Abendmahlsgerätes vorhanden. Alles andere verschwand im Laufe der Zeit durch Plünderung, Unachtsamkeit und durch den großen Umbau im 19. Jahrhundert.

Danach fahren Sie nach Barnstedt über Heinsen. Hier sollten Sie sich das Rittergut mit eigener Kapelle ansehen.

In der kleinen, landschaftlich reizvollen Gemeinde Barnstedt steht die Gutskapelle derer von Estorff. Diese Patronatsfamilie hat das Gotteshaus 1593 errichtet. Im 30jährigen Krieg wurde zwar das Gutshaus zerstört, die Kirche jedoch verschont.

1731 fand eine Versetzung des Fachwerkbaues statt, der zu diesem Zwecke auf Rollen gesetzt wurde. 1893 unternahm Albrecht v. Estorff eine Renovierung der Kapelle, die mehr und mehr durch ihre Baufälligkeit bedroht war. Im Innern des Kanzelaltars befindliche Malereien sowie eine Kassettenmalerei an der Decke, die noch aus der Zeit der Gebäudeverschiebung stammt, konnten über die Zeit erhalten bzw. wieder freigelegt werden.

1985 restaurierte Klaus v. Estorff mittels Zuschüsse unter anderem den alten Fliesenboden und ließ das charakteristische Fachwerk der Giebelfront wieder sichtbar werden.

Seit dieser Zeit gibt es auch den “Musischen Förderverein Barnstedt”. Dieser Verein veranstaltet vor einem Auditorium von nah und fern regelmäßig Kammerkonzerte und Dichterlesungen mit namhaften Künstlern und Autoren. Die Schönheit dieses kirchlichen Raumes, seine hervorragende Akustik und die private Atmosphäre der Barnstedter Gutskapelle, sie ziehen immer wieder Musiker und Rezidatoren und ihr Auditorium in den Bann. Kleine Gemeinden, die sich ganz dem Wohlklang von Musik und Sprache zuwenden, sind in lärmerfüllten Zeiten selten geworden.

Barnstedt verlassen Sie auf der Kreisstraße in Richtung Bardenhagen/Uelzen/Ebstorf. In Bardenhagen biegen Sie links ab auf die Landesstraße 233 bis zum Ortsausgang von Bardenhagen. Beim Beginn des Waldes biegen Sie links in den Alten Postweg ab und kommen auf diesem Waldweg nach Kolkhagen. Von Kolkhagen aus fahren Sie auf der Kreisstraße nach Melbeck, Ihrem Startpunkt, zurück.

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